Ausstellung
„Wir sind die Zeit.“ Bilder von Mandy Kunze
Am 19. November 2026 eröffnet Mandy Kunze 18.30 Uhr in der Musik-Galerie an der Goitzsche ihre Ausstellung „Wir sind die Zeit.“
Die Arbeiten von Mandy Kunze versetzen durch ihre malerische Qualität und atmosphärische Intensität in Erstaunen und bereiten Freude. Sie faszinieren durch ihre scheinbare Leichtigkeit. Sie geben dem Auge viel zu tun. In ihren Motiven und Stilmitteln verzichten ihre Bilder darauf, aktuellen Konventionen und Attitüden des Kunstbetriebs Gefolgschaft zu leisten. Das Ergebnis ist etwas ganz Eigenständiges, eine eigene Motivwelt und ein markanter Personalstil, der sich nach Einschätzung ihres Mentors Neo Rauch eher evolutionär als revolutionär weiterentwickelt.
Mandy Kunze, geboren 1978 in Burgstädt bei Chemnitz, studierte 2005 bis 2010 Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, ergänzt durch Auslandsaufenthalte in Paris und Dublin. 2012 bis 2014 war sie Meisterschülerin des international renommierten Malers Neo Rauch und wird wie dieser der sogenannten „Neuen Leipziger Schule“ zugeordnet. Sie lebt in Leipzig und nutzt dort ein Atelier im Kunstzentrum Alte Baumwollspinnerei. Ihre Arbeiten präsentierte sie in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, im Ausland in einer Personalausstellung in Sibui (Rumänien) sowie durch Ausstellungsbeteiligungen in Dublin (2006 und 2011), New York (2013), Tel Aviv (2014), Abu Dhabi (2014 u. 2015) und der Schweiz (2013, 2015 und 2017).
Der Schwerpunkt ihrer Malerei und Grafik liegt auf gegenständlichen Darstellungen. In einer Serie von Bildern erkundet die Künstlerin das poetische Potential ihres allerengsten Lebensumfelds – ihr Atelier. Darüber hinaus zeigt Mandy Kunze aber auch eine „ganze Welt“. Wie in der realen Welt gibt es darin die inneren Ebenen und die Außenwelt sowie die Zwischenwelten. Gerade diesen Verbindungen spürt sie in ihren Werken nach. „Meine Arbeit ist immer wieder ein prozesshafte Spurensuche“, sagt Mandy Kunze und lädt die Betrachter ein, ihr zu folgen. Ihre Bilder sind eine Auseinandersetzung mit ganz privaten Empfindungen bis hin zu zur Reflexion über die gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit.
2017 entstand ihr monumentales, aus 18 Einzelbildern zusammengesetztes Werk „Die Welle“. Auf einer Fläche von viereinhalb mal dreieinhalb Metern stürzt die Welle so bedrohlich wie schön auf die Malerin oder die Betrachter zu. Die Welle präsidiert in dieser mehrjährigen Schaffensphase einem Reigen von Gemälden, die mit virtuoser Pinselarbeit in den Strukturen und Blau-Türkisschattierungen von Meer und Himmel mit Wolken und Schaumkronen aufgehen. Ein künstlerisches Ziel dieser intensiven Phase fließender Wasser- und Himmelsräume war die vorläufige Selbstbefreiung von grafischen Tendenzen ihrer bisherigen Malerei mit ihren konstruierten Gegenständen und fluchtenden Raumperspektiven. Seither bilden das Abstrakte und das Gegenständliche für Mandy Kunze zwei sich ergänzende Seiten einer Welt.
Die Bitterfelder Ausstellung verspricht einen Einblick in Ergebnisse dieses neuen künstlerischen Abschnitts. Sie veranschaulicht aber auch die ganze Bandbreite ihrer künstlerischen Entwicklung in Malerei und Grafik.
Homepage der Künstlerin: